Kontakt

das magische Gefühl

Kontakt – das magische Gefühl von Verbundenheit

Nicht jede Begegnung bedeutet in echtem Kontakt mit jemandem zu sein. Kontakt ist etwas sehr spezielles und bedeutet, dass ich mich gesehen und gefühlt fühle. Es ist dieser Moment, in dem die Umwelt in den Hintergrund tritt und die Person vor mir der einzige Mensch ist, der in diesem Moment Bedeutung hat. In echtem Kontakt müssen wir ganz präsent sein, sonst können wir diesen Kontakt nicht herstellen. Unsere Aufmerksamkeit ist aufeinander gerichtet und wir lauschen, was dieser Mensch vor uns sagt. Doch wir hören dabei nicht nur den Worten, sondern wir lauschen auf das, was jemand mitteilen möchte. Wir fühlen uns ein und hören auch das Ungesagte, wir erfassen die Gefühle, die mit dem Gesprochenen einhergehen.

Wir fühlen uns verbunden.

Kontakt ist magisch. In diesen Momenten fühlen wir uns erfüllt, präsent und einfach gut. Selbst, wenn das Thema vielleicht gar nicht so beschwingend ist. Kontakt hat etwas damit zu tun, wie wir und unser Gegenüber präsent sind in diesem Augenblick. Kontakt zwischen zwei oder mehr Menschen kann in einer Zufallsbegegnung geschehen und nur 2 min lang sein oder mit einer Freundin auf einem Spaziergang geschehen. Kontakt kann zwischen Liebenden, wenn sie sich plötzlich neu und frisch wahrnehmen und wirklich auf den anderen eingehen, entstehen. Doch auch mit Tieren können wir Momente dieser inneren und innigen Verbundenheit spüren.

Du und ich sind eins –
Ich kann dir nicht weh tun, ohne mich zu verletzen
Mahatma Gandhi
Mit jemandem in Kontakt zu sein, ist ein Geschenk und sehr nährend für unser Leben. Oftmals empfinden Menschen solche Begegnungen als Zufall, doch es ist möglich Kontakt zu lernen und so das eigene Umfeld mehr zu „infizieren“. Kontakt ist heilsam für uns, weil wir es alle ab und an brauchen im Mittelpunkt zu stehen und das Gefühl zu haben, wichtig zu sein. Damit meine ich hier nicht im narzisstischen Sinne von „Ich muss nicht immer im Mittelpunkt stehen, ich kann auch mal sitzen“, sondern im Sinne von gesehen werden.

Ist jemand ganz für uns präsent und wir können darüber sprechen, wie es uns geht oder was uns bewegt, führt dies oft in uns zu mehr Klarheit und neuen Ideen. Wir brauchen hin und wieder einen Spiegel in einem interessierten Gegenüber, um uns selbst näher zu kommen.

 

Diese Fähigkeit kann man lernen. Du kannst lernen, andere Menschen mit deiner ungeteilten Aufmerksamkeit glücklich zu machen. Es wird deine Freundschaften, Beziehung und kollegiale Verbindungen stärken und positiver machen. Natürlich musst du darauf achten, dass du nicht zum Kummerkasten der Nation wirst, sondern schauen, dass du mit dir gut und achtsam umgehst und durchaus auch mal Nein sagst oder eben nicht voll präsent auf jemanden eingehst. Es ist eine Fähigkeit, aber keine Pflicht!

Der erste Schritt ist alle Gadgets abzuschalten. Du bist mit der realen Person vor dir verabredet und mit niemandem sonst. Jedes Klingeln und Piepen wird echten Kontakt unterbrechen oder beenden. Sei aufmerksam und lausche. Versuche in deinem Kopf nicht schon eine Antwort zu formulieren. Lass es auf dich wirken, was jemand sagen möchte. Gib keine Ratschläge, nur wenn du dazu aufgefordert wirst. Kontakt herzustellen ist keine Beratungsstunde, sondern eher eine Lauschstunde. Statt Ratschläge zu verteilen, willst du deiner GesprächspartnerIn eher spiegeln, was bei dir ankommt und was dir dazu durch den Kopf geht, welche Gedanken und Gefühle bei dir auftauchen. Dann gibst du das Wort wieder an deine GesprächspartnerIn und lauschst, was als nächstes kommt.

Probiere es aus und schau, was passiert.

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