Gemeinschaft - der Königsweg ins Lebensglück

Gemeinschaft ist in unsere Zellen verankert

Gemeinschaft – eine der wichtigsten Zutaten zum Lebensglück

Gemeinschaft ist heute eine Seltenheit. Es gibt kaum noch Verbindungen von mehreren Menschen, die zu unserem Alltag gehören. Dennoch suchen Menschen diese Verbindung und finden sie auch heute noch z.T. in Kirchen, Vereinen, Verbänden oder Gruppen.

Gemeinschaft ist das Gegenteil von Einsamkeit. Gemeinschaft ist etwas, das Jahrtausende lang zu unserem Leben gehörte. Wir waren Teil eines Clans, eines Stammes oder in Neudeutsch eines Tribes. Später waren wir Teil einer Dorfgemeinschaft, einer Gilde oder eines Ordens. Gemeinschaft macht Heimat.

Noch nie haben Menschen so vereinzelt gelebt wie heute. Inzwischen werden immer mehr Stimmen laut, die wie ich überzeugt sind, dass es nicht verwunderlich ist, dass zeitgleich weltweit die Zahl der Angsterkrankungen und Depression in epidemische Höhen steigt. Früher hieß Einsamkeit Tod. Verbannung und Ausschluss haben zum Tod der Person geführt und dies haben wir tief in unseren evolutionären Wurzeln gespeichert.

Deswegen sind Ausschluss, Mobbing und inzwischen Cybermobbing so effektive Mechanismen Menschen psychisch an den Abgrund zu bringen. Nach wir vor können solche Erfahrungen tief traumatisch für uns sein und tiefe Wunden hinterlassen.

Deswegen lieben so viele Menschen Serien wie „Friends“ (für die Älteren unter uns!) oder heute die „Big Bang Theory). Dort werden wir virtuell Teil einer Gemeinschaft von Freunden oder (wie ich es nennen würde) einer Wahlfamilie.

„Ohana heißt Familie,
niemand bleibt zurück oder
wird allein gelassen“
Hawaianisches Sprichwort

Was also ist Gemeinschaft?

Gemeinschaft ist mehr als in einer Gruppe zu sein oder mit Freunden in der Kneipe zu sitzen. Beides kann Gemeinschaft sein, muss aber nicht. Mehrere Menschen zusammen machen noch keine Gemeinschaft. In einer Gemeinschaft ist der Einzelne wichtig, aber er oder sie wird auch Teil eines größeren Ganzen.

Ich persönlich finde die Definition des hawaiianischen Ohana sehr schön: „Ohana meint Familie –  auch im Sinne von Wahlfamilie – Niemand wird zurück gelassen oder vergessen.“

In unserer Zeit sind die meisten Gemeinschaften Zweck- oder Zielgemeinschaften, dies kann auch sehr schön sein und ein Heimatgefühl vermitteln. Es birgt jedoch die Gefahr, dass sich diese Gemeinschaften nach Erreichen des Ziels wieder auflösen. Es gibt Ansätze für neue Formen der Gemeinschaft wie Wohn- oder Dorfprojekte, Kollektive und politische Bewegungen. Auch im Internet gibt es Ansätze zu Vernetzung (wie hier auf der Membership-Plattform) oder bei Veit Lindau und vielen anderen virtuellen Vernetzungsplattformen. Natürlich sollte sich echte Gemeinschaft vom Netz in die Realität bewegen, denn wir Menschen brauchen echten Kontakt. Wir müssen einander sehen und fühlen, um uns wirklich verbunden zu fühlen.

Ich denke, dass das Erschaffen neuer Gemeinschaftsformen die Herausforderung unserer Zeit und der Zukunft wird, um die seelische Gesundheit und das Lebensglück von Menschen zu fördern.

Außerdem bin ich überzeugt, dass jede und jeder von uns kleine Gemeinschaften ins Leben rufen kann. Menschen, die sich umeinander kümmern und füreinander da sind, ohne damit einen wirtschaftlichen Zweck zu verfolgen. Wir können unsere Familien und Wahlfamilien erweitern und die Menschen dort miteinander verbinden, so dass kleinere und größere Netzwerke entstehen, die sich verbunden fühlen.

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