Freundschaft

Das Geheimnis und der Wert enger Freundschaften

Die Bedeutung von Freundschaft für ein erfülltes Leben

Freundschaft ist ein Gewürz des Lebens, das unser Leben lebendiger, freudiger und schöner macht und gleichzeitig Stabilität, Verbundenheit und Sicherheit zufügt. Freundschaften können tief wie Liebesbeziehungen sein, ohne die Kompliziertheit, die erotisches Begehren in unsere Beziehungen bringt.

„Freundschaft: so etwas wie Liebe mit Verstand“
 Sabine Sauer

Freunde sind Menschen, die uns trotz unserer Macken mögen und für uns da sind, wenn wir unglücklich sind. Freunde sind die Menschen, die uns auch noch zuhören, wenn wir ihnen zum zehnten Mal das gleiche erzählen und dabei immer noch interessiert sind.

Wahre Freunde waschen uns aber auch ab und an den Kopf, wenn wir Mist bauen oder uns komisch entwickeln und auf Abwege kommen. Gute Freunde wissen manchmal besser, was mit uns los ist als wir selbst und wir sollten ihnen gut zuhören, wenn sie uns kritisieren oder anspornen.

„Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt,
gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft –
keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.“
Epikur

Gute Freunde glauben an uns und unsere Möglichkeiten und freuen sich mit uns über unsere Erfolge.

Damit wir gute FreundInnen haben können, müssen wir selbst auch lernen eine gute Freundin, ein guter Freund zu sein. Wir müssen geben lernen, was wir uns wünschen. Eines der größten und wichtigsten Geschenke für eine Freundschaft in unserer Zeit ist Zeit und Aufmerksamkeit.

 

Im Alltag vergeht Zeit oft so schnell, dass wir manchmal – vor allem, wenn wir auch noch eine Beziehung haben – vergessen unsere FreundInnen zu pflegen. Freundschaft braucht ein Miteinander und gemeinsames Erleben und Austausch. Sonst besteht eine Freundschaft manchmal mehr aus der Erinnerung, wie es mal wahr, als aus der tatsächlich gelebten Realität.

Pflege deine Freunde – sie sind kostbar.

Pflege ist das Teilen von: Zeit – Aufmerksamkeit – Freude – Verletzlichkeit

„Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauernde Aufgabe.“
Ernst Zacharias

Möchtest du neue Freundschaften entwickeln, so ist wichtig, einer Freundschaft Zeit zu geben. Sie  muss wachsen dürfen. Lernst du jemanden kennen, der oder die dich als FreundIn interessiert, so ist es wichtig, aktiv zu werden und dich zu trauen, zu zeigen, dass du Interesse hast. Dies kannst du äußern, indem du einfach sagt, dass du das Treffen gerne noch mal wiederholen würdest oder den Nachmittag genossen hast.

Dann schaust du, wie die andere Person reagiert. Sehr häufig ist Interesse beidseitig, doch natürlich solltest du schauen, ob eine Antwort kommt, ob sich jemand freut und auch Interesse an einem weiteren Treffen bekundet. Möchtest du den Kontakt vertiefen, ist es wichtig, etwas von dir zu zeigen, dich selbst ein bisschen verletzlich zu machen. Das Maß an Verletzlichkeit ist einer der Maßstäbe für die Tiefe von Freundschaften und Liebesbeziehungen. Also, was uns am meisten Angst macht, macht die Tiefe und Verbundenheit unserer Verbindungen aus. Deswegen ist es wichtig, etwas von dir zu zeigen, das nicht zu deinem Alltags-Ich gehört.

Du solltest nicht gleich hochintime Dinge erzählen, damit überfordern wir die andere Person schnell, aber du machst die Tür zu einer Freundschaft nur auf, wenn du ein wenig mehr von dir zeigst. Dann schaust du wieder, was von der anderen Seite kommt. Wie geht sie damit um? Zeigt sie auch etwas von sich? Wie gut hört sie zu? Stellt sie Fragen?

Eine Freundschaft zu entwickeln ist ein Tanz zu dem zwei Menschen gehören. Es sind Impulse, die hin und her gehen, in der jeder Tänzer mal führt und mal folgt. Verschiebt sich dies zu lange, leidet die Freundschaft. Ruft zum Beispiel eine Freundin 3x die Woche an und möchte sich verabreden und die andere nur einmal im Monat, so wird ein Ungleichgewicht entstehen, das für beide unangenehm ist. Solche Dinge sollten angesprochen und geklärt werden. Unterschiedlichen Erwartungen können zu einer Veränderung der Freundschaft führen. Doch wenn dies ausgesprochen ist (auch wenn das erstmal unangenehm ist), ist es nicht destruktiv für die Beziehung. Man kann sich verbunden bleiben (wenn vielleicht auch in anderer Form). Schweigen und vermeiden von Konflikten ist ein Killer für jede Art von Beziehung. Trau dich lieber einmal den Sprung zu machen und sprich Dinge an, als Freundschaften unausgesprochen auseinander driften zu lassen.

„Blumen können nicht blühen, ohne die Wärme der Sonne. Menschen können nicht Mensch werden, ohne die Wärme der Freundschaft“
Phil Bosmans

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