Wie Angst dein Leben lenkt – und du es nicht einmal spürst

Es gibt kaum ein verheerenderes Gefühl in unserem Leben als Angst. Angst ist wie Stacheldraht, der sich um die eigene Seele wickelt. Angst ist, den eigenen Bewegungsspielraum zu verlieren. Angst kann jede Lebensfreude für uns zerstören. Genau deshalb ist es wichtig, sich mit Angst zu beschäftigen. 

 

Wir Menschen sind Schmerzflüchter, wir gehen nicht gerne dahin, wo es unangenehm ist

Das Problem allerdings mit der menschlichen Psyche ist, dass alle Dinge, die wir nicht sehen wollen, die wir wegdrücken, uns irgendwann einholen werden. Was ist Angst also? Wir müssen zwischen zwei großen Feldern unterscheiden. Die eine Angst ist die, die wir im Alltag meistens spüren – oder auch nicht. Eine kurze Erklärung dazu:

 

Das perfide an Angst ist, dass es sein kann, dass du das Gefühl hast, gar keine Angst zu haben

Dies ist aber nur deshalb der Fall, weil du dich innerhalb deines bequemen vertrauten Rahmens, deiner „comfort zone“ bewegst. Solange wir also auf unserer Spielwiese bleiben – und die ist bei uns Menschen sehr unterschiedlich groß, werden wir nicht mit unserer Angst konfrontiert. Die andere Art der Angst ist, was wir unter Angststörung zusammenfassen. Immer mehr Menschen leiden darunter und sprechen nicht darüber. Angst die scheinbar ohne Grund da ist, die einen überwältigt und man weiß selbst nicht, was man tun kann. Diese Angst beruht auf einer tieferliegenden Dysregulation im Körper.

 

Der Körper beeinflusst unsere Psyche viel stärker als die meisten annehmen

Wenn unser Körper „Angst“ meldet, ist das Dilemma, dass er manchmal nicht unterscheiden kann, zwischen fernen, längst vergangenen Ängsten und dem was heute wirklich ist. Für den Umgang mit dieser Art Angst brauchen wir meistens Unterstützung, oder können durch Selbstregulation versuchen daran zu arbeiten.  Zurück zur ersten Art der Angst, jener im Alltag. Es ist eben diese Angst, die wir manchmal gar nicht merken und die uns „nur“ daran hindert, den Arbeitsplatz zu wechseln, eine Weltreise zu machen, sich überhaupt mehr auszudrücken oder Liebe freier auszudrücken.

 

Das sind Alltagsängste, die uns in einem Schächtelchen halten

Das Erlebnis, das ich vor kurzem hatte, war das große Glück, den Grand Canyon zu sehen. Eine Erfahrung die mich umgehauen und zutiefst berührt hat. Auf einmal hat das Wort „mind blowing“ einen Sinn für mich ergeben. Die unendliche Weite, dieses Alter und die Stille, sind wie eine Woge auf mich zu geschwappt. Mein Verstand kam überhaupt nicht hinterher.

Ich stand da und bekam eine Ahnung davon, wie alt dieser Planet ist. Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass ich nur einen Wimpernschlag lange auf dieser Erde existiere. Und dann dachte ich:

 

Und dafür, für diese kurze Zeit, beschäftige ich mich soviel mit dem was mir Angst macht?

Mit dem was ich alles nicht kann? In dem Moment ist mir klar geworden, wieviel Zeit wir alle in unserem Leben damit verschwenden,  Angst zu haben. Darum frage ich dich.

Lohnt es sich, Angst zu haben?


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